Latest press reviews

An Italian magazine covers the Taste Award in Hollywood.


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A recent interview with an international Italian art magazine! Check it out here:


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SUPER POWER short film directed by Diane Busuttil
voted Best of the Fest by GO Magazine New York!!!

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Australians in Germany

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Film, Siegessäule, June 2011
Leinwand brennt

Körperliche Erfahrungen beim Queer
Short Film Festival XPOSED

• „Ich glaube, dieser Sommer wird heiß und sexy. Und dazu passt unser Programm sehr gut!“ Der Länderschwerpunkt, den sich das XPOSED-Festival in diesem Jahr nämlich gewählt hat, heißt Spanien. Und von dort kommt laut Mitorganisator Bartholomew Sammut viel Experimentelles und Sexuelles. „Als wir letztes Jahr deutsche Filme gezeigt haben, ging es oft um Beziehungen. Diesmal stehen eher rein körperliche Erfahrungen im Mittelpunkt.“ 2006 zog der Australier Sammut nach Berlin und gründete, gemeinsam mit Kelly West, die queere Filmschau XPOSED. Als Erstes brachten die beiden australische Filmperlen ans Publikum, es folgten Länder wie Kanada, Südkorea, die Türkei. Inzwischen unterstützt mit Nicole Stecker auch eine Berliner Kurzfilmbegeisterte das Team.

Auch die Künstlerin Diane Busuttil erforscht fleischliche Tiefen: In „Super Power“ zeigt sie „die Macht unserer Pussy“ – und zwar durch den Blick ins weibliche Gesicht. Oder „Mann mit Bart“ der Kölnerin Maria Pavlidou. Im Mittelpunkt steht eine Deutschtürkin, die mit ihrem traditionell denkenden Vater um ihr Coming-out als Dragking kämpft. „Es braucht ein besonderes Talent, um eine Geschichte
in wenigen Minuten zu erzählen. Einen guten kurzen Film zu machen ist viel schwieriger als einen guten langen“, so Bartholomew Sammut. Für diese Kunst vergibt XPOSED nun zum ersten Mal auch einen Preis. Nach eigener Aussage ging der Name aus einer flammenden Affäre des deutschen Filmpreises Lola und desTEDDY hervor und heißt Lolly Award.
by Sonja Schultz

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Published on National Sexuality Resource Center (NSRC) (http://nsrc.sfsu.edu)
Home > Frameline Film Festival: Dirt and Desire

Frameline Film Festival: Dirt and Desire
Created 06/23/2009 - 08:13
by Marik Xavier-Brier on June 23, 2009 (excerpt)

The program of shorts entitled Dirt and Desire takes you on a sexy, sex-positive, and ultimately queer adventure through the imaginations and blissfully dirty minds of nine filmmakers. They explore a variety of sexual desires and preference, promising no one will be turned away!

The program's namesake, Dirt and Desire, is a German short by Diane Busuttil that is shot in black and white and stars a demure girl who invites a seductress over for a dinner of homemade potatoes, but her plans of an intimate dinner are foiled as her home is infiltrated by a bawdy, vodka swilling band of potato crazed vagabonds. We watch as the mistress of the house slaves in steamy kitchen, preparing a potato feast to the interlopers. While they eat, drink, and prostrate themselves in mounds of mashed and boiled potatoes, we find the heroine has departed to the bedroom on a much darker feast, as she herself is devoured by a pair of hot and mysterious suitors. But, Busuttil reassures us, "those who eat potatoes live forever."

Source URL: http://nsrc.sfsu.edu/article/dirt_and_desire_review
Links:?[1] http://www.frameline.org/festival/?[2] http://www.frameline.org/distribution/



Mein bluehendes Geheimnis
Der Tagesspiegel, December 2007

Diane Busuttil portraetiert in 'Living Room Legend' eine sonderbare Lady.

Jede Frau hat ein Geheimnis, Keine weiss das besser als Diane Busuttil. Die australische Choreografin hat als Artist in Residence in der Fabrik Potsdam einen Workshop mit dem Titel Secrets and Lies abgehalten. Die Teilnehmerinner, Frauen zwischen 16 und 60 Jahren weihten Busuttil in ihre privaten Geschichen ein. 'Die kann ich Ihnen nicht erzaehlen, denn sie sind geheim', sagt die Choreografin laechelnd. Keine Indiskretionen!

Es geht ihr schlesslich nicht darum, die Geschichten anderer voyeuristisch auszubeuten. Sie interessiert vielmehr der familiaere Kontext, wo staendig Dinge totgeschwiegen oder verheimlicht werden. Busuttil wuchs als Adoptivkind auf, sie selbst war ein gut gehuetetes Geheimnis: 'Ich koennte eine Soap Opera ueber meine Familiengeschichte schreiben'.

Die ihr anvertrauten Stories dienen als Materialsammlung fuer kuenftige Projekte. Ein Stueck ueber eine Mutter-Tochter-Beziehung ist geplant. Bei den Tanztagen Berlin zeigt sie nun erst mal ihr Solo 'Living Room Legend', in dem sie eine aeltere Frau verkoerpert.

Normalerweise bevorzugen Frauen lieber Rollen, in denen sie juenger erscheinen. Nicht so Diane Busuttil. 'Ich habe diesen Charakters schon lange mit mire rumgetragen', erzaehlt sie. Die Kuenstlerin ist auch keineswegs darauf bedacht, sich nur mit jungen Menschen zu umgeben. Wenn sie in Berlin ist, arbeitet sie regelmae§ig mit den tollen Damen der Stepptanzgruppe Karlshorst zusammen. Kenneggelernt haben die Taenzerinnen sich bei der MIR, Trilogie von Constanza Macras, fuer die Diane Busuttil jahrelang getanzt hat.

Aber auch das erste Publikum der kleinen Diane waren aeltere Menschen. Ihre Mutter arbeitete in einem Seniorenheim, dort fuerte die Tochter schon mal ihre Tanznummern vor. Einmal hat eine schon etwas senile Dame sie mit Poridge beworfen, Diane war am Boden zerstoert. Bis ihre Mutter sie aufklaerte, dass die Dame einfach nur aufgeregt war und ihre Freude nur eben auf etwas exzentrische Art ausgedrueckt habe.

Diane Busuttil ist ein Multitalent und sie versteht es, mit Witz und Intelligenz aus ihrem reichhaltigen Kuenstlerleben zu erzaehlen. Das hyperaktive Kind, das ausgelassen durch das Wohnzimmer tobte, wurde vor ihren Elten frueh zum Tanzunterricht geschickt. 'Die hatten Angst um ihre Moebel', amuesiert sich Busuttil. Spaeter kam Akrobatic hinzu. Ein Jahre lang ist sie mit einem Zirkus durch Australien getourt Ð in einem schwarz-gelben Dopeldeckerbus. Ihre Glanzrolle: eine aeltere Lady, die mit akrobatischem Geschick auf ihrer Gehhilfe herumturnt. Ihre grosse Leidenschaft is das Stepptanzen. Sieben Jahre hat sie wie wild trainiert, sie leibt es, mit Musikern zusammenzuarbeiten und musikalische Strukturen auszutuefteln. Doch die Stepptanz-Szene fand sie ziemlich sexistisch: 'Frauen sind nur dekoratives Beiwerk.' Sie unterrichtet sie zwar weiterhin funky tap dance, die Show-szene mit ihrem falschen Glamour aber interessiert sie nicht.

Heute bewegt sie sich mehr in Richtung Theater, sie choreografiert fuers Schauspiel, besonders gluecklich ist sie ueber die tolle Zusammenarbeit mit dem Regisseur Rodrigo Garcia 'Mich interessieren Charaktere', erklaert Busuttil. Fuer den Charakter aus 'Living Room Legend' wurde sie durch den Film 'Requiem for a Dream' inspiriert. Es geht um Einsamkeit und Isolation und die sozialen und psychischen Folgen des Aelterwerdens. Schwierige Themen, die sie dennoch mit einer gewissen Leichtigkeit behandelt. Ob das Publikum diese sonderliche alte Dame wohl moegen wird? 'Oh, sie ist eher harmlos', lautet die beruhigende Auskunft. Ob die Lady nicht doch eine Leiche im Keller hat, das verraet Diane Busuttil nicht.
von Sandra Luzina.



Egal ob dick oder dünn, klein oder groß Diane Busuttil sucht junge Frauen zum Tanzen
Der Tagesspiegel, Ressort: Potsdam Kultur

vom 31.01.2007
Von Heidi Jäger

Die Eltern hätten sie lieber mit Spitzenschuhen an der Stange gesehen. Doch wenn sich die achtjährige Diane auf den Weg in die Tanzschule machte, ließ sie die Tür zum Ballettraum links liegen. Das kleine Mädchen fühlte sich viel mehr von den „eisernen Füßen“ beim Steppen angezogen, so wie sie es in alten Filmen mit Fred Astair und Ginger Rogers gesehen hatte. Doch nicht nur die Füße sorgten für einen spannenden Dialog von Rhythmus und Bewegung, der ganze Körper wurde zur Musik. Und damit zum Lebenselixier von Diane.

Inzwischen ist aus dem beherzten australischen Mädchen eine erfahrene, weitgereiste Choreografin geworden, die derzeit in ihrer siebenwöchigen Residence in der fabrik wiederum eigene Wege geht. Diane Busuttil hinterfragt das in den Medien und in der Kunst oft vorgegaukelte Bild der idealen Tänzerin, die nur schlank und rank die richtige Figur aufweise. Klischees, mit denen die 38-Jährige aufräumen will. Äußerlichkeiten spielen in ihrer Tanzwelt keine Rolle. Sie arbeitet seit fünf Jahren steppend mit Ostberliner Frauen zusammen, die über 60 Jahre alt sind: dick und dünn, groß und klein. „Wichtig ist nicht das Äußerliche, sondern das Wissen ums Leben: vom Heiraten und Scheiden, vom Kinder kriegen und auch abtreiben ...“

Jetzt möchte die Choreografin mit einer Gruppe junger, tanzunerfahrener Frauen ebenfalls dieses Neuland betreten und ihnen ihre „Lügen und Geheimnisse“ ablauschen. Dazu veranstaltet sie ab 5. Februar einen Workshop und freut sich auf Potsdamerinnen zwischen 13 und 21 Jahren, die Lust haben, sich zu bewegen und ihre eigenen Geschichten einzubringen. Am Ende sollen dann Alt und Jung ihren geheimnisvollen Tanz auf die Bühne bringen: nacheinander oder vielleicht miteinander.

Auch Diane hat viele Geschichten zu erzählen: Das Ballettschwänzen führten sie nicht nur zum Steppen, sondern auch zum Jazztanz, einem sehr akrobatischen, wie er von schwarzen Tänzern um Alven Ailey in Amerika praktiziert wird und durch ihre Lehrerin auch nach Australien rüber schwappte. Nach ihrem Studium für zeitgenössischen Tanz betrat Diane Busuttil in einem Duo die Bühne: „Ich arbeitete mit einem Musiker, der seine ganz eigenen Instrumente entwickelte. Auch ich lernte die Drums bedienen, mochte meine Füße aber doch viel lieber.“ In ihrem Tanztheater vereinte sie Step, Jazz und klassischen Tanz und liebte vor allem die Release-Technik, „die den Körper ganz durchlässig werden ließ, bis er mir dann aber doch zu ,schwabbelig’ wurde.“ Sie ging es wieder kraftvoller an, nunmehr beim Zirkus, mit dem sie ein Jahr über Land reiste. Wenn am Abend die Doppelstockbusse im Halbrund aufgestellt waren und das Scheinwerferlicht anging, verwandelte sich die kleine zarte Frau in einen Clown – allerdings ohne rote Nase. Sie verzauberte das Publikum auf dem Dach des Busses mit ihrem Akrobatiktanz. Dieses Wanderleben begeisterte sie – jedenfalls für eine Weile. „Dann wollte ich nur noch weg, hatte das Gefühl, in einer Seifenblase zu ersticken.“

Neue Impulse erwarteten sie in den USA – allerdings auch ein gehöriger Schreck. Als sie wiederum als Clownsfigur tanzend gaukelte – zum Anheizen für ein New Yorker Festival – gab es einen Riesenaufstand, weil sich ein Mann gestört fühlte. „Jedenfalls bekam ich Straßenauftrittsverbot. Aber damit auch einen Beitrag im Fernsehen. Dieser Trouble bewarb letztlich das Festival viel mehr. Und am Ende gab mir der Festivaldirektor als Dank zusätzliche Auftritte.“

Zurück in Australien erzählte sie auf der Bühne kleine getanzte Alltagsgeschichten, bis wieder die Ferne lockte: diesmal ein DAAD-Stipendium an der internationalen Frauenuniversität Hannover. Seit sieben Jahren ist Diane Busuttil nun schon in Deutschland, genießt die Tanzszene Berlins, „die sich viel bunter zeigt als die in unserem etwas altmodischen Australien. Obwohl wir die größte Insel der Welt sind, verharrt sie doch in ihrer abgekapselten Mentalität.“

Berlin und derzeit auch die fabrik in Potsdam geben ihr die Möglichkeit, fern ab aller Dogmen und Stereotypen in einer ganz individuellen Tanzwelt aufzublühen. Und in der möchte sie in den kommenden Wochen den „Lügen und Geheimnissen“ von alten und jungen Frauen auf die Spur kommen. Doch dazu braucht es Vertrauen – für die offenherzige Tänzerin ein wichtigeres Kriterium als alle Äußerlichkeiten.

Workshop für junge Frauen von 13 bis 21 Jahren vom 5. bis 9. Februar (kostenlos). Anmeldung: Tel. 0331-280 0314.



Ganz wunderbare Frauen
27.01.2007

Choreografin Diane Busuttil arbeitet mit Potsdamerinnen
JOCHEN HUNG

Die Choreografin Diane Busuttil arbeitet als "Artist in Residence" für sieben Wochen in der Fabrik. Die gebürtige Australierin lebt seit sieben Jahren in Berlin und war bis vor kurzem Mitglied des berühmten Ensembles "Dorky Park" von Constanza Macras. Vor zwei Jahren verließ sie die Tänzergruppe und etablierte sich als Solo-Künstlerin mit Auftritten in Deutschland und der ganzen Welt: San Francisco, Rom, Seoul und Tokyo waren ihre letzten Stationen.

Nun weilt sie also in Potsdam und hat sich für ihre Zeit in der Schiffbauergasse viel vorgenommen. "Mein Thema für meine Zeit in Potsdam ist das Bild der Frau in der Gesellschaft", sagt die 38-Jährige. "Dabei möchte ich aber nicht mit professionellen Tänzern zusammen arbeiten, sondern mit ganz normalen Potsdamerinnen, Leuten aus der Gemeinde." Sie will eine Senioren-Tanzgruppe und eine Klasse für Teenager aufbauen, die beiden Gruppen sollen dann mit Improvisationen, Step-Tanz, Yoga und kleinen Theaterstücken ihre Erfahrungen und Geschichten ausdrücken. Am Ende ihres Aufenthalts sollen die beiden Gruppen dann zusammen geführt werden. Eine Seniorengruppe hat sie schon zusammen. "Das sind ganz wunderbare Frauen mit ganz beeindruckenden Stories über Ehe, Abtreibung und Scheidung."

Nun sucht sie noch junge Potsdamerinnen zwischen 13 und 21 Jahren, die Lust auf einen Workshop von Montag, 5. Februar, bis Freitag, 9. Februar, mit ihr haben.



DANCE, Present Perfect
Gay City News, New York City
Volume 5, Number 39 | Sept. 28 - Oct. 4, 2006

Berlin-based Dorky Park’s recollects, discards,
and regurgitates things past
Aurel Thurn

Jared Gradinger, foreground, and Jill Emerson, Knut Berger, Nir de-Volff, and Diane Busuttil, in one of many chaotic mashups that made Dorky Park’s “Back to the Present” a thought-provoking work of art and howling good time.

BY BRIAN MCCORMICK

Seeing “Back to the Present” at Dance Theater Workshop felt like one of those rare opportunities to experience a seminal work in the era of its conception. Even though New York is three years behind the premiere of this extraordinary piece—originally presented over four hours in a former Berlin department store—its embodiment of global cultural currents still seems timely.

Created by Constanza Macras and her troupe Dorky Park, “Back to the Present” is a frenetic series of sketches collapsing a 21st century 20-something middle-class day-in-the-life into one big mashup. The twelve triple threats of Dorky Park flip through the channels of contemporary culture in this self-reflexive polyglot hybrid of dance, music, theater, and film, English, German, Spanish tap, modern, breakdance, and contact improvisation.

The action begins with a short solo in silence, sinuous and misshapen, but there’s not really a whole lot of dancing after that, and when there is, it’s either being made fun of, or to show how boring conformity is.

Quickly delivered one line reasons for breaking up, confessional, and egotistic soliloquys, banging, chair throwing, pratfalls, door slamming, flying stuffed animals, sexuality, and, ultimately, nakedness are some of the elements that make up this absurd, anarchic reflection of a society obsessed with 15 minutes of anything. Music is central to the two-and-a half hour piece, and much of it is played live by the cast on electric guitar, drum and other percussion. A Spanish version of “Yesterday” repeats in video sequences that show individual performers in despair finding some resolution in stuffed animals. (Poor) Kate Bush serves to underscore the dated look of—and to skewer, worthily, for laughs—a female modern dance duet with Easter egg colored leotards, tulle, and all. Rock, pop, classical, and experimental music are folded in, the latter in the form of the self-mocking Dorky Park Ensemble.

In this second parody of concert dance, the cast, having re-entered seriously, dressed in black, sit with their assorted orchestral instruments, and produce a Cageian symphony for a solo dancer, equally sever and affected. This morphs into a scat singing duet, and then a frightening/funny scat screaming solo by formerly sweet Shirley Temple-esque Diane Busuttil—while she beats on Nir De-Volff, nearly twice her size. Her descent into hysterical madness is complete; and she takes the audience down with her.

All of this unfolds on a stage with a second-tier modular set designed by Patrice Wisniewski that has three doorways and three other full length openings covered by pull shades and/or curtains. Two detachable rectangular frames with sliding plexiglass doors are locked into place on this upper level, and used to showcase musicians and naked torsos; later they are moved together and, with blue lighting and a fishy-acting bunch of the dorks, it projects aquarium. A wooden stepped bar is moved around downstage left, with performers falling down, behind, and over it throughout the evening. And a platform with a waiting drumset looming in the limited flyspace upstage right ultimately has its moment.

It’s hard not to think of Pina Bausch, whose tanzteatr works are familiar fare to New Yorkers from her prolific appearances at BAM’s Next Wave festival.

Macras has tapped the same network, albeit into a younger, less grandiose vein, more along the axis of a global digital consciousness of copied, recycled, and re-mediated everything. The cast who collaborate on the writing come from all over the E.U., and from Australia, Mexico, and Canada; the choreographer is originally from Argentina. “Back to the Present” seemed to reflect that; it didn’t transmit as “European” but as international—not anti-American, but as an impressive manifestation of Berlin’s artistic melting pot.



Feisty Bohemia of Tunes and Teddy Bears
The New York Times

September 23, 2006
Dance Review
By JOHN ROCKWELL

Berlin has a deserved reputation as a, or the, new world center for all things young and hip. Anyone wishing to test that proposition need look no further than Dance Theater Workshop, where on Thursday a piece called “Back to the Present,” by the Berlin-based group Constanza Macras/Dorky Park, was happily ensconced. Theater Heute, a leading German theater magazine, wrote that the piece reflected “exactly the scene of Berlin bohemia.” That seems about right.

Ms. Macras comes from Buenos Aires and was trained, among other places, in New York. In 1995 she gravitated to Berlin, like the 12 dancers in her wildly international company. That company, named to recall Gorky Park (the Moscow park and/or rock band) but also to sound dorky, was founded in 2003. Before that she had another group, Tamagotchi Y2K, and she has worked extensively with the various Berlin theaters that subsidize dance.

Dorky Park’s first show was a nearly four-hour version of “Back to the Present,” performed in a rambling, derelict Berlin department store. The piece was retooled for the stage in 2004 and lasts two and a half hours (with one intermission) at Dance Theater Workshop. The three performances here are part of the citywide European Dream festival.

At first glance this might seem like another of those endlessly proliferating post-Pina Bausch exercises in random vignettes, some dance and some theater (and here, some video) performed by a personable young cast. This kind of work can seem charming but also inconclusive.

What distinguishes “Back to the Present,” apart from a particularly personable, sexy cast, is the manic good humor of the entire enterprise. The piece ends with a crazed free-for-all, with everyone stripping (or being stripped) naked and hundreds of stuffed animals and other detritus hurled around the set. It’s just exhilarating.

Everything before that leads up to the end. At the outset a woman intones a mantra: “We dance and we love; we love and we dance.” And they do dance, intermittently, with considerable skill. But there are also all manner of vignettes, often sexy or sexual or barely clothed.

There are personal stories, charmingly delivered in native or lightly accented English (the lingua franca of Berlin bohemia). There are songs, performed very well indeed by the Dorky Park Ensemble, which consists of the dancers and sounds sometimes like a pretty good rock band and sometimes like a fractured society band, with all manner of bizarre instruments, played well and (deliberately) ineptly.

There are many stuffed animals, sometimes cuddled, sometimes thrown, occasionally disemboweled. (One video shows a beautiful girl in minimal underwear being assaulted by stuffed animals.) There are videos of the dancers in naked orgies, sniffing cocaine. All, it should be reiterated, with terrific, almost childlike sweetness.

In this kind of dance a viewer seeks themes binding the sketches together, some overall shape that lifts the performance above its isolated moments. In interviews Ms. Macras has spoken of memory and “storage,” yet at times you had to wonder where she was heading with all this material.

But the animals and the props and the songs and, above all, the cast, which emerged more and more into strongly defined individual personalities, made the whole apparatus cohere. That, and nice self-satire. (“I can’t believe this is where the city of Berlin puts its money.”) And, above all, the unstoppable charm, “La Bohème” without the tuberculosis.

I myself know “bohemians” in Berlin who are sad or impoverished or disappointed or embittered. Ms. Macras does too. But “Back to the Present” sees life there among its young and lively through rose-colored glasses, and makes a convincing case for what it sees. No wonder it’s been so popular at home. And here, as well: Dance Theater Workshop was packed on Thursday, and erupted with cheers.

The performers all deserve mention: Knut Berger, Diane Busuttil, Joris Camelin, Nir De-Volff, Jill Emerson, Claus Erbskorn, Jared Gradinger, Ayelen Liberona, Maike Möller, Rahel Savoldelli, Yeri Anarika Vargas Sanchez and Thomas Witte.

Constanza Macras/Dorky Park’s “Back to the Present” continues through tonight at Dance Theater Workshop, 219 West 19th Street, Chelsea; (212) 924-0077 or dtw.org.

Copyright 2006 The New York Times Company



Trashy Bohemians With Breakup Blues.
The Sun – New York, September 25, 2006
Edition Section: Arts and Letters

BY JOY GOODWIN
September 25, 2006

Few artists have gotten as much mileage out of a bad relationship as Constanza Macras. The Berlin-based choreographer's rocking postmodern ode to the breakup, "Back to the Present," ended its three-night, sold out run at Dance Theater Workshop this weekend — which is a shame, since it's exactly the kind of show that generates wildfire word-of-mouth. Just ask the crowd crammed up against the ticket window on Saturday night, desperate for seats.

The title, "Back to the Present," signals the piece's obsession — how the recently-dumped seesaw back and forth between memory (with boyfriend) and right-this-minute life (without boyfriend). But as it turns out, the title is also a nod to the movie "Back to the Future" and its entire era of cheap '80s pop culture, which Ms. Macras and friends gleefully exploit throughout the evening. In "Back to the Present," angst coasts on a wave of fun.

The piece's distinctive black humor is captured by short films that play intermittently throughout the show, accompanied by a weird Latin lounge remix of the Beatles' "Yesterday." In one, a lonely girl at an amusement park stumbles into slapstick victimhood. She gets plowed over by two lovers racing to embrace. While others win big stuffed bears, she wins a tiny one, which she promptly drop-kicks. The camera finds her bawling, and ripping the stuffing out of an oversized bear. Then, suddenly, she's beaming, caressing a giant stuffed moose — until the moose starts screaming for help. A group of miscreants smear snacks on her; she consoles herself by eating the cotton candy out of her hair.

Everywhere Ms. Macras's characters go, there's pain. But somehow their pain is both heartfelt and really, really funny.

The amusement park video is just one of a hundred rapid-fire sequences that form the chaotic "Back to the Present," a mélange of video, dance, skits, and onstage rock music. The dancers also act, sing, and move furniture. Props fly on and off stage — stuffed animals, a ladder, instruments, wigs, chairs. Costumes change frequently, and pieces of the set (a doorframe, a couch) are in constant flux — except for the raised platform running along the back wall, which contains a wall of dressing rooms.

If you can picture a 10-minute sequence including a rock ballad, a guy on one roller skate, a striptease involving a flute and a neck brace, Vivaldi's "The Four Seasons," and an inflatable sheep — which is only about half the inventory, by the way — you're well on your way to imagining the dizzying anarchy of "Back to the Present."

The production made its debut in 2004 in an abandoned Berlin department store, and it's been said that it captures a kind of trashy bohemian aesthetic whose present worldwide headquarters is Berlin. Here, the 12-member cast speaks English, which works just fine, given the fact that Ms. Macras and her company, called Dorky Park, are thoroughly international. The Argentine-born Ms. Macras even studied in New York, at the Merce Cunningham studio and at Movement Research — her training comes out in her strong attachment to both movement (there is real dancing here) and its layers of meaning.

Bohemian trappings aside, the central relationship is the one between humor and pain. In one sequence, the dancers sit in a circle, (badly) playing musical instruments. (One strums the dulcimer with a pair of spoons.) Abruptly, they then pick up their cell phones, shouting classic break-up lines into them."I need to focus on myself." "It's not the right time." "There's no chemistry." "Long distance relationships never work." "I wish I could be the person that you want." "I still like you as a person."

There are dozens of these lines, all so familiar — and so painfully funny — that they feel like definitive proof that all our pain is clichéd. But just as we are recognizing how colossally unoriginal we are, a little red-haired spitfire starts scat-singing. She belts out these crazy, nonsensical notes, getting more and more revved up. The other dancers clear the stage, and still she's stomping around, bellowing. But, life being a constant struggle, a guy in a fur jacket shows up and tries to kiss her. She topples him with a kick, then pounces on him, World Wrestling Federation-style, scat-singing all the way.

It's a brilliant sequence, a pure assertion of ego, and it feels particularly invigorating in this world of continual rejections and stuffed-animal surrogates. To dance, to sing — these are acts that reclaim some (albeit limited) dignity for hapless human beings, like those who hungrily audition for reality TV, insisting they can be anything the producers want.

At one point, a man delivers a monologue about how embarrassing shows like "Back to the Present" are. "Asking people to pay money to watch people fight with stuffed animals?" he says dubiously. "What is this," he deadpans (during a show in which people chew and spit out rice cakes while singing Bon Jovi's "Livin' on a Prayer"), "dance therapy?"

Yes, and something more. It's as if, by contact with objects, bodies, and surfaces, this army of the dejected is finding an antidote for its ennui. Could living in a scuzzy group house run amok and soaking your wounds in bad pop culture actually heal a broken heart?

By the time the dancers reach the full on finale, tossing off their underwear and whacking each other with stuffed animals to live head-banger rock-and roll, the cathartic answer is "yes."



23.03.2005
Feuilleton - Seite 30
Doris Meierhenrich

Auch wenn es dem Titel nach ums Schaf geht in Haruki Murakamis Roman "Wilde Schafsjagd", so ist doch der Schnee sein heimliches Prinzip. Zwar verschwinden hier die nordjapanischen Berge erst ganz zum Schluss unter einer weißen Decke, doch rieselt es von Beginn an durch alle Zeilen der surrealen Geschichte (1982). "Schnee", heißt es darin einmal, häuft sich an "wie fremdes Hirn", und schon ist man mitten drin in der immer leicht überanstrengten, schnell dahinschmelzenden Schneepoetologie des Haruki Murakami. Das Schaf nun oder die wahnwitzige "Schafidee", die zu finden sich sein namenloser Held verschrieben hat, mümmelt sich als Karikatur eines Moby-Dick-Nachkommen durchs Buch. Anders als Kapitän Ahab aber hält sich der jagende Ich-Erzähler hier selbst mit seinen auseinander fließenden Alltagsreflexionen auf rettendem Kurs, der nicht nur ein Ziel kennt, sondern viele.

Murakami lässt die flockigen Bilder seines Erinnerungs- und Bewusstseinsstroms auf das Papier rieseln, als könnten sie dort nie länger aushalten, als ihre Niederschrift dauert. Kitschig oder belanglos wird es dennoch kaum, denn er benutzt eine Sprache, die auf so demonstrativ stilbrüchige Weise Alltag und Halbreflexion zusammenbindet, dass plötzlich eine ganz eigene Lebenskraft darin aufscheint. Mal über-, mal untertrieben offenbart seine flüchtige Sinngebung nichts weniger als einen eigenartigen Trost in der Mittelmäßigkeit.

Auch Regisseur Ulf Otto, der zusammen mit Felicitas Zürcher aus dem Roman ein kurzes, leichtes Konzentrat für die Bühne gezogen hat, zeigt die "Schafsjagd" als ein solches Versöhnungsprojekt. Allerdings entwickelt sich auf der Bühne, anders als im Buch, dafür kaum etwas. Die "Schafidee" ist von Beginn an eine Schnapsidee, weshalb ein in Wolle verpackter Schafsmensch das ganze Spiel über unbehelligt am Spielfeldrand herumdruckst und beobachtet, wie sich der (nicht-)suchende Erzähler, in Schwimmflossen gezwängt, unbehaglich auf seinem Sofa windet. Der mysteriöse Auftrag, ein Schaf mit Stern-Mal auf dem Kopf zu finden, den ihm eine verkrampft herein trippelnde "Sekretärin" erteilt, interessiert ihn, wie alles, nur halb.

Ulf Ottos Bühnenversion ist eine kalte, künstliche Groteske, in der vor allem die beiden Hauptdarsteller Godehard Giese und Bettina Hoppe brillieren. Das Zerschmelzen der "Schafidee" in den vielgestaltigen, flüchtigen Alltagssinn aber macht sie kaum plausibel. Giese schmettert so gereizt und doch ergeben seine Unzufriedenheit gegen sich selbst und Bettina Hoppe redet sich so virtuos lächerlich in Rage, dass man ihre parodistische Ideologiekritik vor allem witzig finden kann. Vom Schneerieseln aber keine Spur. Das Ende ist wie der Anfang und zwischendurch singt das Schaf Countrysongs. Wann aber wurde die Suche nach ihm sinnlos?

Vorstellungen 23. bis 27. März., 20 Uhr, Kartentelefon: 283 52 66.




Speak to Me Sugar

Exert from The Real Material

Real Time 1997, Sydney Australia
By Elinor Brickhill

At one point, Diane Busuttil walks towards and in to the audience, offering with eyes and gestures, a peculiar, alien, glutinous sort of feeling. Her look is not seductive, although it might appear that way at first, as her gaze is intent, and it’s hard not to respond. But looking closely, that intensity deepens to a cavernous, black-widowy, primitive, estranging dimension hard to imagine, both repulsive and magnetic. And it’s just as hard to look as not to look.
Through the duests, becoming slowly visible through what might seem nothing more than obsessive twitchiness, is evidence of multiple tracks of humanity, tenacious sensibility, timorous sentience. The dancers expose secret bodily voices, the murmurings and gleeful persuasive whimsy of imagination, need, sweet pleasure, and fierce hunger. Their bodies speak, full of histrionics, and with a quiet seriousness, one to another.